Stadt will Fürstenberg-Sportplatz sanieren

27. Oktober 2011

Ein neues Kapitel im Dauerbrenner Fürstenbergsportplatz wird aufgeschlagen: Die Stadtverwaltung drängt auf eine Sanierung des maroden Spielfelds. Darauf hoffen die Fußballer des FC Wollmatingen seit mehreren Jahren. Nach der geplanten Fusion mit dem FC Konstanz sei dies noch wichtiger, hatte jüngst Vorsitzender Jochen Eckhardt klar gemacht.

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Grüne Brücke ins Paradies für Tiere und Pflanzen

22. Oktober 2011

Das graue Band zieht sich gnadenlos am See entlang. Die Bundesstraße durchschneidet die prächtige Bodenseelandschaft wie ein tiefer Graben.  Und da sollen Schmetterlinge ausgerechnet ein schmales grünes Band finden, um über die vierspurige B 33 zu flattern? Mancher Autofahrer, der den kompletten Ausbau der wichtigen Verkehrsverbindung zwischen der Schweiz und der Autobahn in Richtung Stuttgart kaum erwarten kann, wundert sich: Warum wird für die 50 Meter breite Grünbrücke ein Millionenbetrag ausgegeben wird, wo das Geld für den Ausbau der Reststrecke noch nicht bewilligt ist? Heinz Jenne, in der Neubauleitung Singen zuständig für das Jahrhundert-Projekt, beziffert die Kosten für die Brücke auf immerhin 2,6 Millionen Euro.

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Bettenberg nach Munitionsfunden teilweise wieder begehbar

20. Oktober 2011

Ein beliebtes Freizeitgebiet der Stadt kann wieder in Teilen genutzt werden. Der Bettenberg, das ehemalige Militärgelände am Nordrand von Wollmatingen, war wegen Munitionsfunden gesperrt. Die Behörden geben nun einen längeren Spazierweg frei.

Das Kerngebiet darf dagegen nicht betreten werden. Die beteiligten Behörden sehen die jetzige Lösung als guten Kompromiss zwischen Naturschutz und Freizeitnutzung. Die Stadt überlegt noch, eine Grillstelle anzulegen.

„Die Trampelpfade sind nicht frei, wir bitten darum, sich daran zu halten“, sagt Martin Wichmann vom Amt für Stadtplanung und Umwelt. Wer trotz Verbots im Gelände erwischt wird, muss mit Strafen rechnen: „Es wurden schon Bußgeld-Verfahren eingeleitet.“ Warnschilder weisen auf die gesperrten Flächen hin. Ein Sicherheitsdienst kontrolliert das Gelände. In der Regel seien die Spaziergänger vernünftig, berichtet Norbert Högel von der zuständigen Bundesanstalt für Immobilienaufgaben.

Es ist zu ihrer eigenen Sicherheit. Erst jüngst sei wieder eine scharfe Granate gefunden worden. „Sie wurde wohl frei geschwemmt.“ Alleine auf dem komplett geräumten Spazierweg, der quer durch das Gelände führt, haben Spezialisten große Mengen an Munition gefunden: Zwei Kilogramm Infanterie-Munition und 23 Nebelwurfkörper. Dietmar Götze von der Bundesanstalt warnt daher vor Leichtsinn: „Die größten Gefahren gehen davon aus, wenn Kinder Munition zum Spielen nehmen.“

Wie viele Kampfmittel auf dem Gelände liegen, war anfangs nicht klar, sagte Dietmar Götze. Gefunden wurden zunächst Spreng- und Wurfgranaten. Es wurde teilweise scharf geschossen auf dem Truppenübungsplatz, so von den deutschen Streitkräften vor 1945 und danach von den Franzosen. Spezialisten aus Hannover haben in Archiven geforscht, unter anderem in Frankreich. So belegten sie, welche Kampfmittel überhaupt zum Einsatz kamen und in welchen Bereichen.

Unter anderem sei herausgekommen, dass eine ganze Division nach Kriegsende alles stehen und liegen ließ, um in die Schweiz zu kommen, erzählt Götze. Durch die Untersuchungen wurde selbst klar, in welche Richtung bei den Übungen geschossen wurde. Somit stehen die Flächen fest, auf denen am meisten Munition zu erwarten ist. Zudem waren Zeitzeugen aus Wollmatingen und Konstanz befragt worden.

Der Bettenberg soll als Naturschutzgebiet ausgewiesen werden. „Es sind sich alle einig“, berichtet Philipp Gärtner, Erster Landesbeamter am Landratsamt. Das Regierungspräsidium bereite das formale Verfahren vor. Die Natur wird ihre Ruhe haben, da ein Teil der Flächen gesperrt bleibt und in absehbarer Zeit auch nicht geräumt wird.

Die Munitionsfunde haben die Suche nach einer Trainingsstrecke für den Motorsportclub Konstanz beschleunigt. Er behält sein Vereinsgebäude und die Jugend-Strecke am Rand des Bettenbergs, das Trainingsgelände für die Aktiven wird aber an die Schießanlage im benachbarten Frohnried verlegt. Damit ist die Zukunft des Vereins gesichert. Martin Wichmann: „Das ist eine tragfähige Lösung.“ Der Flug- und Schiffsmodellbau-Verein kann seinen Platz wieder nutzen.

Der Truppenübungsplatz wurde 1997 aufgegeben. Nachdem scharfe Muni tion auf dem rund 170 Hektar großen Militärgelände gefunden wurde, sperrten die Behörden im Jahr 2009 das beliebte Naherholungsgebiet aus Sicherheitsgründen. In den vergangenen Monaten wurden einige Flächen von Spezialisten untersucht, sie entsorgten Munitionsfunde fachgerecht. Der große Bereich westlich der Landesstraße von Wollmatingen nach Dettingen war schon 2010 freigegeben worden.

Es sind nun insgesamt etwa 130 Hektar wieder frei zugänglich am Bettenberg. Bürgermeister Kurt Werner wertet das ganze Verfahren positiv: „Angesichts der Gefährdung war es richtig, das Gebiet zu sperren.“ Er begrüßt die Lösung für den MSC. Dietmar Götze spricht von einer sehr guten Zusammenarbeit mit Stadt, Landratsamt und Regierungspräsidium: „Wir betreuen im ganzen Land solche Gebiete. Es läuft nicht überall so einvernehmlich und sachlich.“


Horst Frank: Entscheidung für die Familie und gegen die Kandidatur

18. Oktober 2011

„16 Jahre sind genug“: In vier Worten hat der Konstanzer Oberbürgermeister Horst Frank seinen Verzicht auf eine erneute Kandidatur im Jahr 2012 bekanntgegeben. Nach aufreibenden Jahren mit vielen Höhen und Tiefen will der 62-Jährige jetzt auch mehr Zeit für seine Familie haben.

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Graues Quartier wird grün und bunt

27. September 2011

Neues Hoffen im Berchengebiet: Es gibt Pläne, wie es im Quartierszentrum Berchen mit treibenden professionellen und ehrenamtlichen Kräften weitergehen könnte. Mitte Oktober soll die Politik darüber beraten. Ohne zusätzliche Gelder von der Stadt wird es aber nicht gehen. Denn die Fördermittel im Bundesprogramm „Soziale Stadt“ laufen aus und damit die Personalstellen im Quartierszentrum. Angedacht ist, die Profis wenigstens noch für einige Stunden einzubinden.

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Was macht eigentlich die Bürgergemeinschaft Fürstenberg-Wollmatingen?

6. September 2011

Seit über 30 Jahren kämpft die Bürgergemeinschaft gegen den wachsenden Straßenverkehr in Wollmatingen, Fürstenberg und darüber hinaus und arbeitet an Lösungen mit. „Aber auch Kultur und Soziales prägen unsere Vereinsarbeit“, betont Vorsitzender Matthias Heider. So hat er zum Beispiel zuletzt Spielgerät an den Kindergarten von St. Martin überreicht, der Wert betrug etwa 1400 Euro, und die Bürgergemeinschaft hat Bäume für den Bereich vor der Schule gestiftet.

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Über sechs Millionen Euro für Schulen

3. September 2011

Elektriker hängen Lampen auf, Handwerker verlegen Teppichboden und bauen viele neue Klassen- und Fachräume: Auch während der Sommerferien herrscht Hochbetrieb an den Konstanzer Schulen. Sie werden im Moment für rund 6,2 Millionen Euro saniert und erweitert. Die Bauarbeiter liegen gut im Plan: Bis nach den Sommerferien wird fast alles fertig. Nur der zweite Bauabschnitt am Ellenrieder-Gymnasium dauert noch bis nach den Herbstferien. „Das war aber von vornherein so geplant“, sagt Hochbauamtsleiter Johannes Kumm.

Hier wird investiert:

Humboldt-Gymnasium
Dachaufbau für 2,6 Millionen Euro; Sanierung naturwissenschaftliche Räume: 40 000 Euro; neues Schülerlabor: 20 000 Euro

Ellenrieder-Gymnasium
Neue Klassen- und Fachräume: 2,3 Millionen Euro; Ausbau des Dachgeschosses der Neubauten: 118 000 Euro; neuer Boden im Rektorat: 5000 Euro

Geschwister-Scholl-Schule
Neue Klassenräume: 1 Million Euro; neuer Teppichboden: 20 000 Euro; neue Einbruchmeldeanlage: 8000 Euro; energetische Sanierung der Fassade: 1,9 Millionen Euro (mit Zuschuss aus dem Konjunkturprogramm des Bundes)

Theodor-Heuss-Realschule
Neue Eingangstür: 12 000 Euro; Mauersanierung: 8000 Euro; vier Klassenzimmer streichen: 8000 Euro

Berchenschule
verschiedene Mängel beseitigen: 20 000 Euro

Grundschule Wollmatingen
Turnhallen-Nebenräume für Mittagsbetreuung herrichten: 12 000 Euro; Parkett schleifen: 6000 Euro

Stephansschule
Neue Eingangstür: 15 000 Euro

Mädchenschule Zoffingen
Neuer Anstrich im Lehrerzimmer: 6000 Euro

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