Skater-Bowl Urisberg: Alle Grenzwerte werden eingehalten

Sie sieht wirklich aus wie eine große Salatschüssel: Die neue Skate-Anlage am Urisberg ist in Betrieb gegangen. Sie heißt in der Fachsprache Bowl, das englische Wort für Schüssel. Die Wände der Anlage sind geschwungen und sehr steil. Damit erfüllt sie die Wünsche der Nutzer. „Wir haben sie zentimeterweise mit der Szene abgesprochen“, berichtet Erwin Rechsteiner, der sie mit seiner Firma Bowl Construction AG in Neuwilen (Schweiz) geplant hat. Damit erfüllt sich ein langer Traum vieler Jugendlicher.

Mit der Bowl im Quartier zwischen Fürstenberg und Wollmatingen sei die Versorgung in Konstanz mittlerweile gut, sagt Herbert Schmitz vom Amt für Stadtplanung und Umwelt. Gemeinschaftsanlagen für Sport und Spiel, die als Treffpunkt dienen, wie am Urisberg oder am Schänzle, seien Ziel der Stadtplanung: „Solche zentralen Spielorte haben sich bewährt.“ Die Stadt habe in den vergangenen Jahren ohnehin viel in Sport- und Freizeitstätten im Stadtgebiet investiert.

Über den neuen Treffpunkt zwischen Schwaketenstraße und Wollmatinger Friedhof sind etliche Nachbarn nach wie vor nicht glücklich. Die Lärmbelastung in der Schwaketenstraße sei durch den starken Verkehr ohnehin groß. Durch die Spielstätten werde alles noch schlimmer, klagten Nachbarn schon vor Monaten. Waltraud Silberhorn hat nach wie vor Bedenken. Die Stadt müsse etwas für den Lärmschutz tun. Da die Häuser am Hang gebaut sind, werde der Schall wie durch einen Trichter verstärkt.  Außerdem werde es abends bei den Partys auf dem Platz laut. Nötig sei ein Lärmschutzwall oder dichtere Büsche. „Das wäre auf jeden Fall eine Erleichterung.“ Waltraud Silberhorn fühlt sich aber von der Stadtverwaltung nicht ernst genommen.

Der Lärm sei kein Problem bei dieser Anlage, sagt Herbert Schmitz. Zum einen habe die Stadt einen Gutachter beauftragt, demnach seien alle Grenzwerte eingehalten. Zum anderen sei die Schüssel am Urisberg sehr leise, jeder Bolzplatz sei lauter. Ein Lärmschutzwall sei jedenfalls nicht nötig. Der jetzt aufgeschüttete Hügel bestehe nicht aus Lärmschutzgründen, er diene als vorgeschriebene Abgrenzung zum Bolzplatz. Ansonsten bittet Schmitz die Anwohner um etwas Geduld, die Bepflanzung sei noch nicht fertig.

Erwin Rechsteiner hat als aktiver Skater viele praktische Erfahrungen gesammelt. Daher weiß er, was die Szene will. Weil er selbst in den 80er Jahren enttäuscht über eine Anlage in Kreuzlingen war, ist er aktiv geworden – am Ende stand die Gründung der eigenen Firma vor 14 Jahren.

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