Stadt will Fürstenberg-Sportplatz sanieren

Ein neues Kapitel im Dauerbrenner Fürstenbergsportplatz wird aufgeschlagen: Die Stadtverwaltung drängt auf eine Sanierung des maroden Spielfelds. Darauf hoffen die Fußballer des FC Wollmatingen seit mehreren Jahren. Nach der geplanten Fusion mit dem FC Konstanz sei dies noch wichtiger, hatte jüngst Vorsitzender Jochen Eckhardt klar gemacht.

Sportpolitisch hat das Zusammengehen der beiden Vereine Folgen. Denn sie wollen künftig immer am Fürstenberg spielen. Das Bodensee-Stadion, in dem der FC Konstanz bislang angetreten ist, sei zu groß für die geringen Zuschauerzahlen, zudem sei die Infrastruktur nicht mehr zeitgemäß.

Doch die eigentlich längst geplante Sanierung des Platzes am Fürstenberg hat der Gemeinderat erst einmal gestoppt. Er hat die nötige Summe von rund 450 000 Euro im Doppelhaushalt der Stadt mit einem Sperrvermerk versehen. Zunächst müsse die Fortschreibung des Sportstättenentwicklungsplans der Stadt abgewartet werden, wurde argumentiert. Bürgermeister Claus Boldt und Harald Schuster vom Stadtsportverband hatten jüngst schon deutlich gemacht, der Platz müsse ohnehin saniert werden angesichts der Platznot in der Stadt. Nun legte Boldt im Sportausschuss nach: Im November komme das Thema auf die Tagesordnung des Gemeinderats. Sein Ziel sei es, den Sperrvermerk aufzuheben. Geplant sei ein Rasenplatz mit neuer Drainage, aber kein Flutlicht.

Obwohl die von den Anwohnern abgelehnte Flutlichtanlage nicht gebaut werden soll, kündigt eine Nachbarin schon ihren erneuten Widerstand an. Mit der angestrebten Fusion der beiden Vereine müsse mit einer Ausweitung des Trainings- und Spielbetriebs gerechnet werden. Es sei daher zusätzlicher Lärm zu erwarten, heißt es im Schreiben ihres Anwalts. „Die Wohnung unserer Mandantin liegt in einem reinen Wohngebiet. Der Sportplatz in der jetzigen Form ist in der Tat Bestand. Mit der beabsichtigten massiven Ausweitung des Trainings- und Spielbetriebs hat der Bestand absolut nichts mehr gemein.“ Es werde dann keine Abend- und keine Wochenendruhe mehr geben. Dies werde unter keinen Umständen hingenommen. Es gelte das „Gebot der Rücksichtnahme“, wie es juristisch heißt.

Der Platz wurde schon im Jahr 2000 saniert. Doch die Drainage funktioniert nicht richtig und der Platz sei oft nur eingeschränkt nutzbar, so die Verantwortlichen des FC Wollmatingen.

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