Über sechs Millionen Euro für Schulen

3. September 2011

Elektriker hängen Lampen auf, Handwerker verlegen Teppichboden und bauen viele neue Klassen- und Fachräume: Auch während der Sommerferien herrscht Hochbetrieb an den Konstanzer Schulen. Sie werden im Moment für rund 6,2 Millionen Euro saniert und erweitert. Die Bauarbeiter liegen gut im Plan: Bis nach den Sommerferien wird fast alles fertig. Nur der zweite Bauabschnitt am Ellenrieder-Gymnasium dauert noch bis nach den Herbstferien. „Das war aber von vornherein so geplant“, sagt Hochbauamtsleiter Johannes Kumm.

Hier wird investiert:

Humboldt-Gymnasium
Dachaufbau für 2,6 Millionen Euro; Sanierung naturwissenschaftliche Räume: 40 000 Euro; neues Schülerlabor: 20 000 Euro

Ellenrieder-Gymnasium
Neue Klassen- und Fachräume: 2,3 Millionen Euro; Ausbau des Dachgeschosses der Neubauten: 118 000 Euro; neuer Boden im Rektorat: 5000 Euro

Geschwister-Scholl-Schule
Neue Klassenräume: 1 Million Euro; neuer Teppichboden: 20 000 Euro; neue Einbruchmeldeanlage: 8000 Euro; energetische Sanierung der Fassade: 1,9 Millionen Euro (mit Zuschuss aus dem Konjunkturprogramm des Bundes)

Theodor-Heuss-Realschule
Neue Eingangstür: 12 000 Euro; Mauersanierung: 8000 Euro; vier Klassenzimmer streichen: 8000 Euro

Berchenschule
verschiedene Mängel beseitigen: 20 000 Euro

Grundschule Wollmatingen
Turnhallen-Nebenräume für Mittagsbetreuung herrichten: 12 000 Euro; Parkett schleifen: 6000 Euro

Stephansschule
Neue Eingangstür: 15 000 Euro

Mädchenschule Zoffingen
Neuer Anstrich im Lehrerzimmer: 6000 Euro

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Wo investiert wird, wo gespart wird

4. Februar 2011

Die Stadt will in Schulen, Kindergärten und die Stadt-Sanierung investieren. Zurückstecken müssen vorerst der Umbau des Bahnhofplatzes, Sporthallen und das Stadttheater. Den Rest des Beitrags lesen »


Ulrike Unger will Ruhe und Stabilität

22. November 2010

Seit Juni leitet Ulrike Unger die Grundschule Wollmatingen schon kommissarisch – nun ist sie offiziell in ihr Amt eingeführt worden. Lehrer und Schüler begrüßten die neue Rektorin, die sie mittlerweile schon ganz gut kennengelernt haben, in der Turnhalle der Schule mit verschiedenen schauspielerischen und musikalischen Darbietungen. Darin erschien Unger mal als Häuptling, mal als neuer Kapitän auf dem Schulschiff.

Auf ihren neuen Kapitän hat die Schule lange warten müssen. Und mit Führungswechseln kennt man sich gut aus. „Ich habe in den 14 Jahren, die ich hier bin, jetzt fünf Schulleiter und zwei kommissarische Leitungen erlebt“, sagt Uta König, die stellvertretende Rektorin, und gibt damit ihrer Hoffnung auf mehr Kontinuität Ausdruck. König hat die Schule zuletzt für ein Dreivierteljahr kommissarisch geleitet.

Kontinuität und Stabilität wünscht sich auch Bürgermeister Claus Boldt in seinem Grußwort zur Amtseinführung. Und Ulrike Unger selbst betont genau das als eines ihrer vordringlichsten Ziele. „Ich musste erst alles sondieren und mich selbst orientieren“, sagt sie. „Jetzt geht es darum, Ruhe in die Schule zu bringen und sie weiterzuentwickeln.“

Ulrike Unger bringt dazu die nötige Erfahrung mit. Die 55-jährige gebürtige Münchnerin und Mutter von drei Kindern ist seit mehr als 25 Jahren im Schuldienst. Auch den Rektoren-Job kennt sie gut: Bevor sie nach Konstanz kam, leitete sie zwölf Jahre lang die Grundschule in Mühlingen. Unger weiß also, worauf es ankommt, auch wenn ihre neue Schule mit 225 Schülern sehr viel größer ist als die alte. „Das hat mich an dem Wechsel ja gerade gereizt“, sagt sie, „in einem großen Team in einer großen Schule zu arbeiten.“

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Schulleiterin Ulrike Unger

14. September 2010

Ulrike Unger - Schulleiterin Grundschule Wollmatingen

Ulrike Unger ist voller Tatendrang. Das Büro ist eingerichtet, sie hat sich in der Konstanzer Schullandschaft vorgestellt, auch die meisten Eltern kennen sie inzwischen. Die 55-Jährige ist neue Leiterin der Grundschule Wollmatingen.

Jetzt ist es offiziell. Doch Ulrike Unger führt die Schule schon seit sieben Schulwochen. „Das Schulamt hat mich zum Glück nach den Pfingstferien versetzt“, sagt Unger. „So konnte ich mich noch ein bisschen eindenken.“ Und das ist nötig: Die vergangenen zwölf Jahre hat die gebürtige Münchnerin die kleine Grundschule Mühlingen bei Stockach geleitet. „Da war ich Alleinunterhalterin“, sagt Ulrike Unger. „Ich habe bis zu 20 Stunden unterrichtet und die ganze Verwaltung allein gemacht. Dafür kannte ich dort jeden im Rathaus.“ Jetzt hat sie viel mehr Schüler und Kollegen und wechselt vom Dorf in eine Stadt mit Einrichtungen wie dem Schulausschuss. Aber an eines wird Ulrike Unger sich gern gewöhnen: „Jetzt habe ich eine Konrektorin und eine Sekretärin. Es ist so toll, wenn noch zwei mitdenken“, schwärmt die Schulleiterin. Sie hat diese Stelle von Mona Schilkowski übernommen, die sich nach Amerika beworben hatte. Ziemlich überraschend musste Konrektorin Uta König die Schulleitung übergangsweise übernehmen. „Frau König hat mir die Schule in sehr geordnetem Zustand übergeben“, lobt Ulrike Unger.

Ihr Ziel ist erst einmal eine Standortbestimmung. „Wo stehen wir, wo wollen wir hin? Das möchte ich mit meinem Kollegium erarbeiten, nachdem es letztes Jahr ein bisschen in der Luft hing“, sagt Ulrike Unger in Anspielung auf die lange unbesetzte Rektorenstelle. Ideen hat sie: Ihrer alte Schule war Versuchsschule für Evaluation und an einem Multimediaprojekt beteiligt. Ein anderes Motto für die Zukunft soll lauten: Wir räumen auf. „Wir haben eine unglaublich schöne Schule, aber es stehen Renovierungen an und wir leiden unter Raumnot“, sagt die 55-Jährige. In einer von ihr geleiteten Schule sollen sich alle wohlfühlen. „Auch ein Kind mit Hauptschulempfehlung soll hier erhobenen Hauptes rausgehen“, sagt Unger. „Noten sind nicht so wichtig wie Menschen. Wir wollen nicht nur Lesen, Schreiben und Rechnen vermitteln, sondern auch soziale Grundkompetenzen.“

Viel Zeit für Freizeit bleibt da nicht. Trotzdem engagiert Ulrike Unger sich an ihrem Wohnort Überlingen für die Freien Wähler, segelt und fährt Ski. Auch ihren Mann und ihre drei erwachsenen Kinder sieht sie als Hobby an. Von München ist die 55-Jährige durch ihren heutigen Mann an den Bodensee gekommen. „Er ist Überlinger. Einen Seehasen zieht es eben in die Heimat zurück“, sagt Ulrike Unger und lacht. Deshalb lebt sie nun seit 30 Jahren hier. Die Großstadt vermisst sie nicht mehr. Auch die tägliche Entfernung zur Schule macht ihr nichts aus. „Ich genieße die Fahrt über den Bodanrück“, sagt sie.


Interview Annette Funke, Leiterin der Haidelmoosschule

5. Mai 2010

Die Haidelmoosschule und die Grundschule Wollmatingen haben 2009 als erste Grundschulen eine Sozialarbeiterin bekommen. Annette Funke, Leiterin der Haidelmoosschule, spricht mit dem SÜDKURIER über erste Erfolge.

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Klarer Wunsch nach mehr Schulsozialarbeit

5. Mai 2010

Alle Grund-, Haupt- und Realschulen sollen in den kommenden Jahren eine Schulsozialarbeiterin oder einen Schulsozialarbeiter bekommen. Dies ist jedenfalls der Wille des Jugendhilfe- und des Schulausschusses. In einer gemeinsamen Sitzung haben die Gremien ohne Gegenstimme dafür plädiert, die Schulen nach und nach flächendeckend auszustatten. Letztlich entscheidet aber der Gemeinderat, wie viel von diesem Wunsch finanziert werden soll.

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Grundschule Wollmatingen: Die lange Suche nach Führung

26. Januar 2010
Uta König - Grundschule Wollmatingen

Uta König

Seit fünf Monaten schon leitet Uta König die Grundschule Wollmatingen – doch sie möchte das nicht wirklich. Eigentlich ist sie nämlich stellvertretende Schulleiterin, besetzt aber seit diesem Schuljahr auch die Rektorenstelle. Zwei Ämter, kein Stellvertreter, nicht mehr Geld als vorher und keine Zeit mehr für die Familie. „Ich möchte nicht, dass das noch lange so weiterläuft“, sagt Uta König. „Ich habe selbst Kinder, sitze im Moment aber bis Mitternacht am Schreibtisch und arbeite nur für die Schule. Das geht so nicht auf Dauer.“

Uta König war erst eineinhalb Jahre lang Konrektorin, als sie plötzlich den Schulleiterposten besetzen sollte. Ihre Vorgängerin Mona Schilkowski hat sich an eine Schule in Amerika beworben. „Das kam für mich ziemlich überraschend“, sagt Uta König. Erst im April vergangenen Jahres hat sie erfahren, dass die Grundschule Wollmatingen zum darauffolgenden Schuljahr eine neue Führungskraft benötigt. Doch das langwierige Besetzungsverfahren führt dazu, dass Uta König viel länger die volle Verantwortung trägt als ihr eigentlich lieb ist.

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