Die neue Mitte von Wollmatingen nimmt Form an, freut sich Axel Mog von der Bürgergemeinschaft des Stadtteils. Nach dem Ausbau des Brunnenplatzes und der Verlegung der Haltestelle dort, hat jetzt der Umbau des gegenüberliegenden Haltepunktes begonnen.
Die Haltestelle stadtauswärts war seit langem ein Ärgernis: Wer ausstieg, war zu einem Riesenschritt gezwungen und konnte bei schlechtem Wetter ganz schön nass werden. In einer Straßenkuhle sammelte sich Regenwasser, das hochspritzte, wenn Autos durchfuhren. Passanten standen dann im Sprühregen. Als “Zumutung” für Fahrgäste bezeichnet Bürger Heinz Lapp die Einsteigestelle vor dem Wollmatinger Rathaus.
Jetzt wird die Straße geglättet und der Haltepunkt ein Stück in die Fahrtrichtung Allensbach verschoben. Auf diese Weise sei nun der bequeme, behindertengerechte Einstieg in den Bus möglich, stellt Axel Mog fest. Am neuen Ausstieg sei es auch möglich, die Querungshilfe (eine Art Verkehrsinsel) besser zu nutzen. Der Vorsitzende der Bürgergemeinschaft Wollmatingen-Fürstenberg begrüßt den Bau der Querungshilfe. Der frühere Zebrastreifen habe sich als extrem gefährlich erwiesen. Mehrere Passanten wurden dort schon vom Auto erfasst, viele entgingen nur knapp einem Unfall. An der Verkehrsinsel, so hat Mog beobachtet, fallen Passanten besser auf. Die Autos hielten dort zuverlässiger. Andere Bürger trauern dem alten Zebrastreifen nach.
Am erneuerten Haltepunkt soll auch bald der schon seit langer Zeit von vielen Bürgern geforderte Karten-Automat stehen. Während stadteinwärts der Bus in eine Bucht fährt, also beim Halten den Verkehr nicht behindert, hält er stadtauswärts auf der Straße. Autos müssen warten, bis alle Fahrgäste ein- und ausgestiegen sind. Die nahe gelegene Verkehrsinsel macht ein Überholen unmöglich. “Das ist so gewollt”, sagt Axel Mog. Er freut sich, dass auch der zweite Haltepunkt in der Ortsmitte bald erneuert ist. Zu den gesamten Umbauten sagt er: “Wir wären schon längst fertig, wenn es nicht so viele Einsprüche gegeben hätte.”
Auch am Brunnenplatz auf der gegenüberliegenden Straßenseite wird nochmals gearbeitet. Die Bürgergemeinschaft Wollmatingen-Fürstenberg erwartet in wenigen Tagen eine Linde, die dort als Ersatz für den gefällten Baum gepflanzt wird. Um die Linde kommt eine Sitzbank, kündigt Axel Mog an. Die Bürgergemeinschaft stifte sie. Sie dränge allerdings darauf, dass die mobilen Werbeschilder wieder wegkommen, die auf den erweiterten Brunnenplatz gestellt wurden.
Quelle: SÜDKURIER, 31.10.2006
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