Auf den Spuren verdienter Wollmatinger

10. Januar 2010

“Wollmatinger Köpfe” sind das Hobby von Gerd Morian (62). In den letzten beiden Jahren produzierte er Broschüren über den Bürgermeister und 1848er Vorstadtrevoluzzer Thomas Sättele und den Bildhauer Emil Stadelhofer. Zum 29. Wollmatinger Dorffest vom 3. bis 5. September plant er ein Werk über ein halbes Dutzend alte Wollmatinger und hofft auf Mithilfe.

Adolf Kenner und Benedikt Bauer

Es geht dieses Mal um Bürgermeister Adolf Kenner (1861 – 1936) und Dekan Benedikt Bauer (1847 – 1928). Beide sind Ehrenbürger und nach beiden sind Straßen benannt: Adolf Kenner als, ,Macher“ des frühen 20. Jahrhunderts, der für Wasser und Strom sorgte, Industrie ins Bauerndorf holte und sich um das Gleichgewicht zwischen der Arbeitersiedlung Fürstenberg und den arrivierten Altbürgern rund um die Kirche mühte; Benedikt Bauer sorgte als Ortspfarrer für die erste Kleinkinderschule sowie für berufsbildende Einrichtungen für Frauen, überregional machte er sich als Autor von touristischen und religiösen Büchern einen Namen. Gemeinsam retteten Kenner und Bauer die Kirche von St. Martin vor dem Verfall.

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Jetzt weiss jeder über Sättele Bescheid

27. Juli 2008

Thomas-Sättele-Straße

Die Straßenbenennungskommission will demnächst beraten, wie künftig die Straßennamen gestaltet werden sollen. Konkret bezieht sich das auf Erläuterungen zu Personen, nach denen Straßen benannt worden sind.

Ausgangspunkt war ein Antrag der FGL im März. Sie wünschte sich an der Thomas-Sättele-Straße unter dem Straßenschild eine Erläuterung zur Person. Sättele wäre in diesem Jahr 200 Jahre alt geworden. Er war Bürgermeister Wollmatingens von 1845 bis 1849 und von 1869 bis 1877 sowie Sprecher der Demokratiebewegung 1848/1849.

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Thomas Sättele

16. März 2008

Thomas SätteleHeute wäre Thomas Sättele 200 Jahre alt geworden. Thomas, wer? Genau das ist die Reaktion, die man bekommt, wenn man den Namen Sättele nennt. Er gehört zu jenen regional-historischen Figuren, die inzwischen so gut wie vergessen sind. Er war von 1845 bis 1849 Bürgermeister von Wollmatingen und dann von 1869 bis 1877 noch einmal. In der Region galt er als einer der Vorkämpfer der 1848er-Revolution. In den Archiven der Stadt gibt es dennoch relativ wenig über ihn. Das musste auch Gerd Morian feststellen als er vor mehr als einem halben Jahre damit begann, sich mit der Person Thomas Sättele zu beschäftigen. Warum gerade Sättele? “Beim Spaziergang bin ich auf das Hinweisschild an der Wollmatinger Martinskirche aufmerksam geworden”, sagt Morian, der erst seit einigen Monaten am Bodensee lebt. Als Journalist im Ruhestand begann er mit den Recherchen. Fasziniert hatte ihn von Anfang an die Geschichte von Apolonia, Sätteles Ehefrau. Sie hatte den Krummsäbel ihres Mannes versteckt, ehe dieser gemeinsam mit dem Ober-Revoluzzer Friedrich Hecker in den Kampf mit dem Großherzog ziehen wollte.

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