Nach einer offiziellen Untersuchung hat sich die Wohnungsnot in Konstanz weiter verschärft. Das von der Stadt erstellte „Immobilienbarometer“ belegt, dass es immer weniger Menschen in Konstanz gibt, die sich die hohen Preise noch leisten können.
Wobak beteiligt Bürger
10. Mai 2011Mit der frühen Bürgerbeteiligung beim Baugebiet Eichendorffweg beschreiten die Stadtverwaltung und die Wobak ganz neue Wege. Kurz nach der Vorstellung der Wettbewerbsentwürfe lud die Wobak zu einer Informationsveranstaltung für die Nachbarn in die Gaststätte des FC Wollmatingen am Schleyerweg ein.
Warum das Wohnen in Konstanz so teuer ist
4. Februar 2011„Ehepaar mit zwei Kindern sucht Eigentum in Konstanz, ruhige Lage, vernünftiger Preis.“ Man kann ihnen in diesem Spiel nur Glück wünschen. Denn wer in Konstanz wohnen will, kommt sich schnell vor wie in einer harten Partie Monopoly. Egal wohin man geht (immer im Kreis, denn die Stadt ist klein): Der Markt ist dicht, die Preise oft bis über die Grenzen dessen hochgereizt, was eine Familie mit normalem Geldbeutel sich leisten kann.
Skate-Anlage am Urisberg unbedenklich
27. September 2010Seit Jahren wird über eine Skate-Anlage für Jugendliche am Urisberg in Wollmatingen diskutiert. Sie soll neben dem Kindergarten und dem Spielplatz angelegt werden.

Waldtraud S. will ihre Ruhe
Waltraud S. befürchtet eine starke Lärmbelästigung durch die Skate-Anlage für Jugendliche am Urisberg. Der Platz ist bereits gerodet.
Mehrfach stand sie kurz vor dem Bau, doch aus finanziellen Gründen wurde sie von Jahr zu Jahr im städtischen Haushalt geschoben. Jugendliche und einige Eltern haben in den vergangenen Jahren um die Skate-Anlage gekämpft. Schließlich gebe es für die Jugend wenige Angebote in Wollmatingen. Ursprünglich sollte ein Skate-Park auf Klein Venedig angelegt werden, doch aus den Plänen wurde nichts. Danach war eine Fläche im Oberlohn im Gespräch, doch auch dort wurde das Vorhaben nicht umgesetzt.
Was die Anwohner sagen: Während Jugendvertreter und einige Stadträte immer den Eindruck erweckten, als sei die Skate-Anlage unumstritten, stellt sich dies nun anders dar. Jetzt schon seien Jugendliche bis spät in der Nacht auf dem Spielplatz und machten Lärm, klagt eine Anwohnerin. Man leide zudem durch die nahen Glas-Container, die Bolzplätze und die große Sportanlage. „Die Leute, die die Skate-Anlage wollen, wohnen da gar nicht.“ Waltraud S. sieht sogar eine Zwei-Klassen-Politik der Stadt in diesem Fall: Zum neuen Wohngebiet Urisberg hin sei sofort ein Lärmschutzwall neben dem Bolzplatz angelegt worden.
Was die Anwohner fordern: Generell versteht Waltraud S., dass etwas für die Jugend gemacht wird. Wollmatingen sei enorm gewachsen, „die Jugendlichen haben ja kaum Möglichkeiten.“ Sie plädiert aber für einen guten Lärmschutz. Vom Spielplatz höre man schon jetzt extrem viel Lärm, wenn sich nachts dort Leute aufhalten. Sie rechnet mit großem Ärger, sobald die Anlage steht.
Wie es weitergeht: Die Stadt habe die Baugenehmigung bereits erteilt, berichtete Sprecher Walter Rügert auf SÜDKURIER-Anfrage. Bäume und Büsche wurden auf der Fläche am Urisberg gerodet. Im Verfahren sei das Lärmproblem behandelt worden. Die Anlage sei unbedenklich, da sie weit genug weg sei von der Wohnbebauung. Ende des Jahres soll sie stehen.
Konstanzer OB Horst Frank: „Es wird hart werden, sehr hart sogar“
24. August 2010
OB Frank im Interview
Im Interview mit dem SÜDKURIER stellt sich der Konstanzer Oberbürgermeister Horst Frank den Fragen von Jörg-Peter Rau, dem Leiter der SÜDKURIER-Lokalredaktion.
Herr Oberbürgermeister, wir sind in der Mitte der politischen Sommerpause. Welche Themen erwarten Sie danach?
Ein großes Thema ist natürlich der Doppelhaushalt 2011/2012, da haben wir ja im September die Haushaltsklausur und die Vorbereitung. Wir wollen uns verständigen: Wo haben wir Einsparungspotenziale, wie sieht die mittelfristige Finanzplanung aus, welche Investitionsvorhaben sind unabdingbar, wo können wir schieben. Wobei ich sagen muss: Es geht jetzt nicht darum, dass wir plötzlich in eine große Not kommen, sondern wir kommen in normale Verhältnisse. Wir hatten in den letzten Jahren immer das Glück, dass wir Sondereffekte hatten, wie zum Beispiel Nachzahlungen. Und wenn wir jetzt auf ein normales Gewerbesteuervolumen von 30 Millionen Euro kommen, ist das eigentlich – vom Niveau her gesehen – auch nicht so schlecht. Viele Städte haben das nicht. Viele wären froh, wenn sie unsere Probleme hätten.
Neue Wege beim Thema Reihenhaus
21. Juni 2010
Die Stadt Konstanz geht bei einem geplanten Reihenhaus-Projekt in Wollmatingen neue Wege. Interessenten sollen dort frühzeitig mitbestimmen. Zuerst eine Idee vom Wohnen, dann die Planung: Das ist der Ansatz.
In einem Modellprojekt will die Stadt viele Grundsätze der bisherigen Bauplanung in Frage stellen. Für die Reihenhäuser im Gebiet Zergle II in Wollmatingen will Roland Jerusalem, der Leiter der Stadtplanungsamts, den sonst üblichen Prozess gewissermaßen vom Kopf auf die Füße stellen. So sollen dort Bauherren zunächst über ihre gewünschten Wohnformen nachdenken können, bevor es an die konkrete Nutzung der Grundstücke geht. Dieses neue Vorgehen wird vom Land Baden-Württemberg als Modellprojekt gefördert. Gerade die in der Vermarktung oft schwierigen Reihenhäuser sollen so attraktiver gemacht werden.
Mieten: Preise sinken kaum
28. Oktober 2009Wer in Konstanz eine Wohnung mietet, muss mit hohen Kosten rechnen. Im bundesweiten Vergleich liegt die Stadt auf dem neunten Rang – vor einigen Großstädten. Besserung ist kaum in Sicht, die Lage auf dem Wohnungsmarkt bleibt aus Sicht von Fachleuten trotz großer Bauprojekte, wie am Bahnhof Petershausen, angespannt. So ziehen viele Familien ins Umland oder in die günstige Schweiz.
Verfasst von Thomas von Urisberg 

