Haltestelle wird doch verlegt

Bushaltestelle Wollmatingen

Die CDU-Fraktion wollte die Wollmatinger im Regen stehen lassen: Sie hatte als Alternative ein geringfügiges Verschieben der Haltestelle vorgeschlagen. Doch dann wäre kein Platz für ein Wartehäuschen gewesen. Ein Wetterschutz müsse sein, widersprach Bürgermeister Kurt Werner. „Wir müssen die Haltestelle aufwerten.“ Die Verwaltung hatte schon vergangenes Jahr alle Argumente für eine Verlegung vorgebracht. Die Anlieger am neuen Platz wehrten sich, weil die Ein- und Ausfahrt auf ihr Grundstück behindert werde. Die CDU-Fraktion lenkte ein und fand in Oberbürgermeister Horst Frank, der FWG und der FDP zunächst Mitstreiter.

Zwischenzeitlich wurde die CDU-Variante unter die Lupe genommen. Die Polizeidirektion Konstanz warnte, es bestünde viel zu wenig Platz für die wartenden Busgäste und Fußgänger direkt vor dem Gasthaus „Linde“. Zudem wäre das Überqueren der Straße nicht mehr sicher. „Aus diesem Grund sprechen wir uns nach wie vor eindeutig für die ursprünglich von der Verwaltung vorgelegte Planung aus“, heißt es in der Stellungnahme. An Bushaltestellen seien Grundstücks-Zufahrten immer eingeschränkt. Doch selbst vom vielbefahrenen Schottenplatz (Vincentius-Krankenhaus) und vom Bahnhof seien keine Probleme bekannt. Aus Sicht der Stadtwerke hätte der CDU-Vorschlag nur Nachteile für den Busverkehr. Zudem prophezeiten sie Staus, weil der Verkehr behindert werde. Auch die Agenda-Gruppe, die Bürgergemeinschaft Fürstenberg-Wollmatingen, der Förderverein der Grundschule, der Förderverein der Geschwister-Scholl-Schule und der Elternbeirat des Kindergartens Urisberg sprachen sich für die Verlegung aus. Die Eltern fürchteten um die Sicherheit der Kinder auf dem Weg zu Kindergarten und Schule. Diesen Aspekt sprach auch Andreas Tast von der Polizeidirektion in der Sitzung an: „Diese Haltestelle ist für viele Kinder wichtig.“

Die CDU habe versucht zu vermitteln, sagte Fraktionschef Alexander Fecker. Nur Regine Rebmann-Damrau (FDP) unterstützte ihn. Es fehle ein eindeutiges Votum der Wollmatinger, erklärte sie. Brigitte Leipold (SPD): „Man kann es nicht immer allen recht machen“. Peter Müller-Neff (FGL) sagte, es sei höchste Zeit, die Verlegung zu beschließen. Bei einer Neinstimme und zwei Enthaltungen war dies auch der Fall. Ulrich Brunner (FWG) forderte Stellplätze für Radfahrer. Dies wird noch geprüft.

SÜDKURIER, 11.03.2006

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