Kindergarten Urisberg in Programm der Telekom Stiftung

Kindergarten Urisberg: Besuch von Boldt und Homburger

Der vierjährige Blondschopf ist hochkonzentriert. Dass ihm die Landesvorsitzende der FDP, Birgit Homburger, und der Sozialbürgermeister Claus Boldt über die Schultern schauen, nimmt er gar nicht wahr. Mit einer kleinen Pipette zieht er rot gefärbtes Wasser aus einem Römerglas. Über einem Reagenzglas, das mit blauem Wasser gefüllt ist, drückt er die Pipette wieder aus. „Lila!“, ruft das dreijährige Mädchen, das ihm gegenübersitzt überrascht. Die Kinder des Kindergarten Urisberg sind gerade in so genannte „Schüttübungen“ vertieft. So sperrig der Name der Übungen, so faszinierend finden die Kinder des städtischen Kindergartens Urisberg ihre Aufgabe – und Birgit Homburger die Ausstattung des Kindergartens. „Der Kindergarten war eine gute Wahl“, sagt sie.

Homburger hatte den Kindergarten Urisberg für die Aufnahme in ein Projekt der Telekom-Stiftung vorgeschlagen. Das Projekt will die Bildungsqualität im Kindergarten und im Übergang zur Grundschule weiter entwickeln. Bundesweit wurden 33 Kindergärten zu dem Projekt mit dem Titel „Natur-Wissen schaffen“ zugelassen. Die Erzieherinnen mussten eine hohe Bereitschaft zu Fortbildungen und Offenheit gegenüber pädagogischen Konzepten mitbringen. All diese Anforderungen sah Homburger bei ihrem Besuch im Kindergarten Urisberg erfüllt.

Die Projektarbeit beginnt für die fünf Erzieherinnen des Kindergartens mit einer Fortbildung am 11. März. Dabei werden sie eine Experimentierkiste erhalten, mit Hilfe derer sie naturwissenschaftliche Versuche mit den Kindern durchführen können – auf spielerische Art versteht sich. „Wir müssen aufpassen, dass wir den Kindergarten nicht zu sehr verschulen“, betont die Leiterin des Kindergartens Urisberg, Christine Tay. Trotzdem ist sie Feuer und Flamme für das Projekt mit wissenschaftlicher Begleitung, schließlich sei die Neugierde der Kinder groß. Warum also solle man sie nicht sättigen?

Die 75 Kinder des Kindergartens haben schon jetzt die Möglichkeit, ihre Kenntnisse in den verschiedenen Bereichen der Elementarpädagogik zu erforschen. In täglich wechselnden Angeboten können sie sich im sprachlichen, musischen, handwerklich oder künstlerisch kreativen Bereich wie im Bewegungsbereich erproben. Ab März werden sie noch mehr Möglichkeiten im naturwissenschaftlichen Bereich erhalten. Dann ist es vielleicht sinnvoll, dass der vierjährige Blondschopf schon weiß, wie man mit Pipette und Reagenzglas umgehen kann.

Bild: Bürgermeister Claus Boldt (links) und die Landesvorsitzende der FDP Birgit Homburger (rechts) lassen sich von Erzieherin Sandra Kudermann die Turnhalle des Kindergartens Urisberg erklären.

SÜDKURIER, 02.02.2006

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