Grundschüler müssen wandern

Stadtentwicklung und Schulraumkapazitäten klaffen in Wollmatingen immer weiter auseinander. Im Stadtteil sind neue Wohngebiete für Familien entstanden, doch die Schule wuchs nicht ausreichend mit. Sie kann bei weitem nicht alle für das Schuljahr 2007/2008 erwarteten Kinder aufnehmen. Die Schüler sollen neu verteilt werden.

Die Verwaltung hat vorgeschlagen, die Schulbezirksgrenzen neu zu ziehen. Vorgesehen war, ein Teil des Einzugsgebiets der Grundschule Wollmatingen der Haidelmoosschule zuzuordnen. Damit hätten beispielsweise Kinder vom Urisberg nicht mehr an die nächst gelegene Grundschule gehen können. Der Schulausschuss lehnt diese Lösung ab. Er schlug vor, das Problem wie schon in den vergangenen Jahren durch Elterngespräche zu lösen. Sie sollten sich selbst für eine Ausweichschule entscheiden.

Auch die Grundschule selbst plädiert für frühzeitige Elterninformationen und -gespräche. In Diskussion ist vor allem, ob nicht Kinder von Eichbühl-Bewohnern verstärkt die Grundschule in der Waldsiedlung besuchen können. Aber auch die Haidelmooschule wäre über eine bessere Auslastung dankbar. Sie verzeichnet einen Rückgang von 800 auf knapp 300 Schüler und hat freie Raumkapazitäten. Die Wegstrecken von Wollmatingen zur Haidelmoosschule seien mit knapp zwei Kilometern in vielen Fällen nicht länger als der übliche Schulweg eines durchschnittlichen Grundschülers, hieß es von Seiten der Verwaltung. Die Arbeitsgemeinschaft Schulentwicklung will sich nun vertiefend mit dem Problem beschäftigen.

„Es ist schade, dass Stadtentwicklung und Schulentwicklung so weit auseinandergehen“, stellte Christiane Kreitmeier (Grüne) im Ausschuss fest. Sie erinnerte daran, dass weitere Gebiete langfristig zur Bebauung frei stehen. Auf lange Sicht sei der Bau einer neuen Grundschule notwendig, sagte Uli Wendland (Grüne). Wie die „Quadratur des Kreises“ erscheint Wolfgang Müller-Fehrenbach (CDU) die Aufgabe, alle Schüler unterzubringen, ohne neue Räume zu bauen. Nicola Voigt fragte, ob sich nicht das leer stehende Wollmatinger Rathaus übergangsweise als Schulraum nutzen lässt.

Zu einer Umverteilung der Schüler kommt es auch im Paradies. Der Jugendhilfeausschuss empfiehlt dem Gemeinderat, einen Teil des Altstadtgebiets (begrenzt durch die Gottlieberstraße, B33 neu, Landesgrenze, Schweiz, Obere Laube) statt wie bisher der Wallgutschule ab dem Schuljahr 2007/2008 der Stephansschule zuzuordnen. Eine auf drei Züge beschränkte Wallgutschule kann dem Ellenrieder Gymnasium dringend benötigte Räume zur Verfügung stellen.

Quelle: SÜDKURIER

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