Rotsünder gefährden Kinder / Grundschüler wandern doch nicht

Mütter und Väter fürchten ums Leben ihrer Kinder. Sie halten die Ampelkreuzung an der Grundschule Wollmatingen für die gefährlichste in der ganzen Stadt. Autofahrer übersehen oder ignorieren hier häufig das Rotlicht, beklagten Eltern im Gespräch mit OB Horst Frank. Die Stadt überlegt, den Knotenpunkt umzubauen.

Bürger fordern, die Grünphase für Fußgänger zu verlängern und die Größe des Rotlichts zu verdoppeln. Eltern beobachten mit Sorge, wie häufig Autofahrer das Rotzeichen der Ampel übersehen oder einfach ignorieren. Eltern sagten, sie mussten schon mehrfach Kinder vor einem heranbrausenden Wagen von der Fahrbahn ziehen. Eine Frau schilderte, wie ihr Kind an der Ampelkreuzung angefahren wurde. „Wäre das Auto eine Idee schneller gewesen, meine Tochter wäre nicht mehr da!“ Bürger vermuten, dass nicht alle Rotsünder rücksichtslos fahren. Wegen der ungünstigen Lage werde die Ampel an der Kreuzung oft übersehen.

„Das erschreckt mich, dass Autofahrer bei Rot fahren“, stellte OB Frank fest. Er sagte Sofortmaßnahmen zu. Kurzfristig seien Geschwindigkeits-Messungen, der Einsatz von Blitzgeräten und Überprüfungen der Grünphase möglich. Die Stadt erwägt zudem einen Umbau der Kreuzung. In Diskussion ist, die Mauer am Vorplatz der Grundschule zurück zu nehmen. Beabsichtigt ist, den Raum für die Schüler an der Straße zu vergrößern und die Sicht auf die Ampeln zu verbessern. Denkbar wäre auch eine Vorampel mit Hinweis auf die Kreuzung. Im Herbst will die Verwaltung dem Technischen Ausschuss Detailpläne für einen Umbau vorlegen. Er könnte bei Zustimmung 2007 verwirklicht werden. Im Bürgergespräch erinnerten Vertreter der Stadtverwaltung auch an den Vorschlag der Polizei, Verkehrshelfer auszubilden. Bedauerlicherweise sei diese Idee von der Grundschule nicht aufgegriffen worden.

In der Diskussion über die Verteilung der Wollmatinger Kinder, die ab 2007 keinen Platz mehr in der Grundschule des Stadtteils finden, rückt die Stadt von der Idee ab, die Schulbezirke neu zu fassen, also Wollmatinger an die Grundschule Haidelmoos zu schicken. Die Stadt erwägt jetzt, die Grundschule durch einen flexiblen Bau kurzfristig zu erweitern. „Vielleicht stellen wir vorübergehend Container auf“, sagte OB Frank.

Quelle: SÜDKURIER

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