Furcht vor dem großen Schleichverkehr

Das letzte Wort über die Westtangente ist noch nicht gesprochen. Die Stadt will Vorschläge zum Abkappen der Kindlebildstraße prüfen. Die Bürgerinitiative am Eichbühl befürchtet zunehmenden Schleichverkehr, sobald die Westtangente gebaut ist. Mehrere Räte im Technischen und Umweltausschuss teilen diese Bedenken. Sie beschlossen, Alternativen zu prüfen.

Die Gutachten gingen von einem Rückgang der Fahrzeuge in der Kindlebildstraße aus, erläuterte Christian Harcke vom Planungsamt. Denn sie sei als Durchgangsstraße nicht attraktiv. Zudem wechselten viele der bisherigen Nutzer auf die Westtangente. Befürchtungen, der Lärm am Eichbühl nehme zu, seien unbegründet, sagte er. So seien zusätzliche Lärmschutz-Maßnahmen vorgesehen.

„Es wird einen Schleichverkehr über die Kindlebildstraße geben“, warnte Werner Allweiss (FGL). Er schlug als Alternative vor, sie beim Tennis-Center abzukappen. Der Linienbus könne dann über die Feuersteinstraße und die Lindenallee zum Bahnhof fahren. Dadurch spare man sich die bislang geplante teure Kindlebildstraße-Brücke über die Westtangente. Nur der Teil der Straße aus Richtung Wollmatingen solle an die Westtangente angeschlossen werden. Anselm Venedey (FWG) wies auf die Verkehrsgutachten hin. „Ich weiß nicht, warum wir dann noch Geld dafür ausgeben, wenn wir das anzweifeln.“ Sein Fraktionskollege Jürgen Faden warnte davor, den westlichen Teil der Straße abzukappen und den östlichen nicht. „Dann ist das ein optimaler Schleichweg.“ Anne Mühlhäußer schlug vor, sie einfach als Einbahnstraße auszuweisen. Alexander Fecker (CDU) sieht eine andere Möglichkeit, um Schleichverkehr in der Kindlebildstraße zu vermeiden: eine „Stauampel“ wie in Markelfingen.

Die Verwaltung wird den FGL-Vorschlag nun prüfen. Sie will dann Vorschläge machen, wie Schleichverkehr am besten verhindert werden kann.

Anselm Venedey und Günter Beyer-Köhler (FGL) plädierten für einen Kreisverkehr an der Einmündung der Westtangente in die Nordumfahrung von Wollmatingen. Das lehnt die Verwaltung ab. Durch die vorgesehenen langen Ampelphasen an der Kreuzung halte man Autofahrer davon ab, den direkten Weg nach Wollmatingen zu wählen. So sei die Westtangente, die Wollmatingen entlasten soll, bequemer. Auch die Bürgergemeinschaft Fürstenberg-Wollmatingen spricht sich gegen einen Kreisel aus.

Alexander Fecker (CDU) warnte davor, weiter auf eine kreuzungsfreie Einmündung der Westtangente in die B33 zu setzen. Das verzögere unnötig das Verfahren. Bund und Land, die knapp bei Kasse seien, warteten nur darauf. Christian Harcke schlug aber eine ampelfreie Lösung über eine Brücke in Richtung Stadt vor. Bürgermeister Kurt Werner brachte alternativ eine Unterführung ins Spiel. Beides soll im Rahmen des Verfahrens vorgeschlagen werden.

Quelle: SÜDKURIER, 13.10.2006

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