Neues Zuhause für Senioren

Senioren-WG

An Annehmlichkeiten wird es den Bewohnern der Senioren-WG nicht fehlen: Das große Haus verfügt über viele helle Zimmer, fast alle haben Zugang zu einem Balkon. Eine Terrasse mit Rosen und Grill trägt genauso zu einem guten Wohngefühl bei wie Stuck an den Decken, Whirlpool und Sauna. Im Aufenthaltsraum steht ein Kamin für die Bewohner bereit.

Das zartrosa angestrichene Haus hat vorher einem Ehepaar mit exklusivem Geschmack gehört. Die Farbe der Fassade findet sich auch in den vielen Rundbögen und Geländern wieder. Das dreistöckige Haus ist behindertengerecht gebaut. „Wir hatten absolut Glück, dass wir dieses Haus gefunden haben“, sagt Michael Hilliger von Thile, einer der beiden Inhaber des Pflegedienstes Casa Med. Er hat bereits Erfahrung mit einer Senioren-WG: Im Januar 2007 hat er diese Wohnform in Allensbach eröffnet.

In der neuen Konstanzer WG, die voraussichtlich Anfang Mai bezogen wird, sind die Zimmer zwischen 16 und 28 Quadratmeter groß. Bei Bedarf können fast alle als Doppelzimmer bezogen werden. Einer der Räume verfügt über einen begehbaren Kleiderschrank, ein anderer über eine eigene Küche. Drei Bewohnerinnen haben sich bereits angemeldet. Sie sind zwischen 48 und 93 Jahre alt. Die jüngere Bewohnerin ist eine Krebspatientin. „Das Hospiz hat uns angerufen und gefragt, ob wir sie aufnehmen können“, sagt Michael Hilliger von Thile. „Wir probieren das aus. Die Wohngemeinschaft könnte sich für junge Kranke zu einem guten Angebot entwickeln“, sagt er.

Der Unterschied zu einem Pflegeheim ist laut Hilliger von Thile die persönliche Atmosphäre. Der Pflegedienst Casa Med kümmert sich nicht nur um die Pflege, sondern bespricht mit den Bewohnern auch den Speiseplan für zwei Wochen. Auch bei der Auswahl der Bewerber können die Bewohner mitreden. „In Allensbach haben wir schon Leute abgelehnt“, sagt Hilliger von Thile. Die Bewohner oder ihre Angehörigen können aber auch nicht allzu wählerisch sein: Steht ein Zimmer längere Zeit leer, müssen die Senioren unter Umständen für die Miete aufkommen. Von ihrer Monatsmiete gehen automatisch 60 Euro in einen gemeinsamen Topf. Bei Leerstand wird daraus das unbewohnte Zimmer bezahlt. Ist das Geld aufgebraucht, müssen die Bewohner zahlen. Steht kein Zimmer leer, wird das Geld am Jahresende wieder an die Bewohner ausgezahlt.

Ein Zimmer in der Hardtstraße 8a kostet zwischen 2200 und 2500 Euro monatlich, unabhängig von der Pflegestufe. Dies ist der Eigenanteil. Bedingung ist mindestens Pflegestufe eins. Wenn ein Bewohner sie nicht bekommt, muss er zusätzlich 384 Euro bezahlen. In der Miete sind die Telefonflatrate, Pflegemittel wie Duschgel sowie alle fünf Wochen Fußpflege oder Maniküre inbegriffen. Das Lebensmittelgeld ist ebenfalls enthalten und wird auf ein gesondertes Konto überwiesen. Die Angehörigen erhalten jeden Monat eine Übersicht über die Ausgaben.

Wer Interesse an einem Zimmer hat, kann sich bei Michael Hilliger von Thile oder Holger Bauer melden. Die beiden Inhaber von Casa Med geben weitere Auskünfte unter der Telefonnummer 07531/17040.

Quelle: SÜDKURIER, 17.04.2008

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