Eine halbe Million für die Kleinsten

Wenn auch der Gemeinderat noch zustimmt, geht der Ausbau der Kleinkindbetreuung gut voran. Der Jugendhilfeausschuss empfiehlt, noch im diesjährigen Haushalt kurzfristig 500000 Euro für drei Einrichtungen zu bewilligen, damit diese weitere Fördermittel beim Bund beantragen können.

Das Kinderhaus Albert Schweitzer, die Krümelkiste und der Münsterkindergarten sollen die ersten Einrichtungen sein, die Geld für den Ausbau von Krippenplätzen erhalten. Sie erfüllen schon die technischen Voraussetzungen, mit denen ein kurzfristiger Baubeginn möglich wäre.

Im Kinderhaus Albert Schweitzer, getragen von der evangelischen Kirchengemeinde Wollmatingen, sollen nach bisheriger Planung ab dem 1.Oktober 2008 zehn Plätze für unter Dreijährige zur Verfügung stehen. Dies ist laut Sozial- und Jugendamt durch einen „geringfügigen internen Umbau“ möglich.

Auch in der Krümelkiste, einer Kinderkrippe im Paradies, sollen ab Oktober zehn Plätze entstehen. Der Verein kann die bisherige Spielgruppe im Albert-Magnus-Studentenheim durch den Einzug einer Trennwand in eine Krippe mit Öffnungszeiten über 30 Wochenstunden umwandeln. Der Münsterkindergarten wird von der katholischen Gemeinde Münster getragen und soll ab dem 1. September 2009 zehn Plätze für eine Kleinkindgruppe anbieten. Hier werden bei Bewilligung frühestens ab November Räume umgebaut, die bislang von Ministranten und Kommuniongruppen genutzt werden. Die Turnhalle wird verlegt, es entstehen ein Schlafraum, ein Personalraum und eine Küche. Der Münsterkindergarten soll mittelfristig in eine Ganztagseinrichtung umstrukturiert werden.

Der Jugendhilfeausschuss ist einstimmig dafür, noch im aktuellen Haushalt 500000 Euro für diese drei Einrichtungen bereitzustellen. Die Summe soll mit der allgemeinen Rücklage gedeckt werden. Die Zeit drängt: Um noch in die erste Runde des Förderprogramms „Kinderbetreuungsfinanzierung“ des Bundes aufgenommen zu werden, müssen die Träger ihre Anträge bis zum 15. Mai beim Regierungspräsidium Freiburg einreichen. Der Antrag ist aber erst dann möglich, wenn die Träger nachweisen können, dass die Gesamtfinanzierung gesichert ist. Dafür müsste der Gemeinderat der Empfehlung des Ausschusses folgen.

Mit der Entscheidung, die ersten drei Einrichtungen schon bald umzubauen, hält sich die Verwaltung an eine Bundesvorschrift. Bis 2013 sollen 35Prozent aller Kinder unter drei Jahren einen Krippenplatz bekommen. Die Stadt Konstanz will sogar einen Versorgungsgrad von knapp 40 Prozent erreichen (wir berichteten). Schon im Jahr 2012 sollen 720 Krippenplätze zur Verfügung stehen. Nach ersten Schätzungen belaufen sich die Kosten für Umbau, Ausstattung und Außenanlagen auf etwa 14,7 Millionen Euro bis zum Beginn des Kindergartenjahrs 2012/13. Davon übernimmt die Stadt etwa 10,3Millionen, der Bund etwa 2,5 Millionen und die Träger 1,9 Millionen.

Quelle: SÜDKURIER, 08.05.2008

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