Wollmatingen wartet

Der Technische und Umweltausschuss hat noch keine Maßnahmen zur Verkehrsberuhigung in Wollmatingen beschlossen. Selbst die CDU-Fraktion, die im Vorfeld der Sitzung vehement eine zügige Entlastung des Stadtteils gefordert hatte, will erst ein fertiges Konzept sehen. Die FGL scheiterte mit Anträgen zu Sofortmaßnahmen.

CDU-Fraktionschef Alexander Fecker erneuerte in der Ausschuss-Sitzung seine Kritik: „Man braucht wahnsinnige Kutteln in Konstanz, um etwas für die Bürger zu bewegen.“ Die Räte der Freien Grünen Liste nahmen ihn beim Wort und stellten Anträge: jeweils Tempo30 in der Schneckenburg-, der Ried- und der Kindlebildstraße (innerorts), Tempo50 in der Kindlebildstraße außerorts sowie ein Streifen für Radfahrer in der Ortsdurchfahrt. Diese Maßnahmen hat die Verwaltung ebenfalls in ihrem Katalog, aber überwiegend erst im Zeitraum nach 2011. Die CDU ging auf den Vorschlag nicht ein, sie will erst im Dezember ein Gesamt-Konzept sehen. Der FGL-Antrag wurde abgelehnt. „Jetzt bringen wir konkrete Vorschläge und sie machen nicht mit“, rief Peter Müller-Neff (FGL).

Die Verwaltung legte einen möglichen Zeitplan für die Verkehrsberuhigung vor. Sie rechnet mit einem Baubeginn an der Westtangente im Herbst 2009. Bis August soll nach ihren Vorstellungen das Konzept stehen. Erste größere Maßnahmen sind im Zeitraum August 2009 bis März 2010 geplant: die Umgestaltung der Abzweigungen Taborweg und Elberfeldstraße von der Fürstenbergstraße sowie der Umbau der Straße zwischen Taborweg und Oberlohnstraße.

Sollte die Westtangente im Januar 2012 fertig werden, sind weitere Maßnahmen denkbar: die Verkehrsberuhigung in der Schwaketenstraße, der Rückbau der Landesstraße 220 in Richtung Waldsiedlung, eine Begegnungszone in der Ortsdurchfahrt und eine neue Führung des Radwegs in der Fürstenbergstraße.

Die Stadtverwaltung habe zunächst Gespräche mit den Umweltverbänden und der Bürgerinitiative Eichbühl geführt, um eine Klage gegen die Planfeststellung der Westtangente zu verhindern, begründete Bürgermeister Kurt Werner die von der CDU kritisierten Verzögerungen. Die neue Straße sei die wichtigste Maßnahme zur Verkehrsberuhigung, ergänzte Verkehrsplaner Christoph Menzel. Wolle der Rat weitere bauliche Veränderungen, müsse die Finanzierung in den neuen Haushalt eingebracht werden. Dem Antrag von Brigitte Leipold (SPD), Mittel einzustellen, wurde zugestimmt. Jürgen Faden (FWG) plädierte dafür, die großen Maßnahmen nur im Zusammenhang mit der Westtangente zu planen. Kurt Werner sprach sich ebenfalls gegen Schnellschüsse aus. Die Planer brauchten Zahlen zum Quell- und Zielverkehr in Wollmatingen, sie seien aber noch nicht erfasst, sagte Christoph Menzel.

Quelle: SÜDKURIER, 18.10.2008

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