B 33: Spatenstich rechtzeitig vor der Wahl

Die Stuttgarter Landesregierung hat offiziell den Baubeginn an der B 33 im Herbst 2009 bestätigt. Nach der überraschenden Geldzusage aus Berlin könne die Detailplanung nun sofort beginnen, erklärte Innen-Staatssekretär Rudolf Köberle (CDU). Die Arbeiten an der Westtangente ebenfalls im Wollmatinger Ried sollen gleichzeitig anlaufen.

Dass Landes- und Bundespolitiker noch vor der Bundestagswahl im Herbst 2009 einen bildmächtigen ersten Spatenstich für die neue B 33 vollziehen würden, war abzusehen. Nun bestätigte das auch für Verkehrsfragen zuständige Innenministerium, dass ein Baubeginn „im 3. Quartal 2009“ möglich sei. Dabei sollen die Arbeiten an der B 33 zwischen der Kreuzung mit der Riedstraße und dem östlichen Ende des Tunnels Waldsiedlung einerseits und der Westtangente andererseits gleichzeitig anlaufen. Bis zum Herbst laufe die Bauvorbereitung. Zahlreiche Gewerke müssen noch im Detail geplant und dann auch ausgeschrieben werden.

Im Wollmatinger Ried entsteht damit die größte Baustelle der jüngeren Geschichte. In Ost-West-Richtung wird die B 33 auf vier Spuren erweitert. Dabei sollen nach Aussagen der zuständigen Neubauleitung Singen – sie gehört zum ausführenden Regierungspräsidium – zunächst zwei neue Spuren zum Flugplatz hin errichtet werden. Dann wird die bisherige Straße grunderneuert, was am Ende die zwei Spuren in Richtung Konstanz ergibt. In Nord-Süd-Richtung laufen die Bauarbeiten an der zwei Kilometer langen, rund zwölf Millionen Euro teuren Westtangente an. Sie verbindet die heutige Einmündung nahe dem Tierschutzheim mit der unfertigen Kreuzung am westlichen Ortsausgang von Wollmatingen. Noch immer steht aber eine mögliche Klage der Bürgerinitiative Eichbühl im Raum.

Die Ampelkreuzung bei der Waldsiedlung sowie die Engpässe rund um Allensbach bleiben vorerst bestehen. Vor allem die Tatsache, dass die Entlastung für die Menschen in Allensbach und Hegne erst in der nächsten Runde in Angriff genommen wird, hatte Bürgermeister Helmut Kennerknecht als enttäuschend bezeichnet. Weil die Mauteinnahmen wegen der Erhöhung der Autobahngebühr für Lastwagen kein Einmal-Erlös sind, hofft Köberle aber auf einen zügigen Weiterbau in Richtung Markelfingen: Er sei „zuversichtlich“, dass Land und Bund „zeitnah die Situation um Allensbach und Hegne herum verbessern können.“

Quelle: SÜDKURIER, 03.01.2009

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