100 Jahre FC Wollmatingen – Der Festabend

D-Junioren des FC-Wollmatingen

Die D-Junioren singen das Vereinslied „Blau und Weiß“

Der FC Wollmatingen feierte sein 100-jähriges Bestehen bei einem Festabend. In einem über dreistündigen Programm kamen sowohl junge als auch alte Vereinsmitglieder aller drei Sparten (Fußball, Tischtennis und Gymnastik) des 1909 ursprünglich als reinen Fußballverein gegründeten Clubs zu Wort.

Wenn ein Fußballverein eine Veranstaltung an einem Samstagabend auf 18.30 Uhr, zeitgleich mit dem Beginn der Sportschau legt, dann muss das einen besonderen Anlass haben: Das 100-jährige Bestehen des FC Wollmatingen war zu feiern und über die Hälfte der rund 700 Mitglieder ließen es sich trotzt der Konkurrenz im Fernsehen nicht nehmen, am Festabend in der Wollmatinger Halle teilzunehmen. Es wurde ein blau-weißer Feiertag, und das nicht nur wegen des überraschenden Auswärtssieges des FC Schalke (der die gleichen Vereinsfarben wie der FCW hat) gegen Rekordmeister Bayern München.

Moderiert vom Wollmatinger Urgestein Jürgen Greis und musikalisch begleitet vom Musikverein Wollmatingen, kamen vor allem die vielen Einlagen zwischen den Jubiläumsreden gut beim Publikum an. So sangen die Wollmatinger D-Junioren in ihren Fußballtrikots das Vereinslied „Blau und Weiß“. Oberbürgermeister Horst Frank lobte in seiner Ansprache besonders die Jugendarbeit des FC Wollmatingen, in der über 300 junge Leute aus 15 verschiedenen Nationen zusammen Sport machen.

Nach der Komik-Einlage von Andreas Okle als naiver Fußballspieler mit Sprachfehler wurde es unfreiwillig komisch. Alfred Hirt, Präsident des Südbadischen Fußballverbandes, holte so weit aus, dass man meinte, er sei auf der falschen Veranstaltung. Sein Diskurs über die Geschichte des Fußballs und seine gesellschaftliche und ökonomische Funktion hatte nichts mit dem eigentlichen Anlass des Abends zu tun. Schließlich kürzte er seine Rede dann doch ab und übergab Ronald Prinz, erster Vorsitzender des FC Wollmatingen, einen Scheck über 500 Euro.

Für den artistischen Höhepunkt des Abends sorgte die Akrobatikgruppe des Kraftsportvereins Wollmatingen. Historisch interessant wurde es, als Ehrenpräsident Gustav Rey, der den Verein von 1953 bis 1969 führte, an die Vergangenheit erinnerte. „Ich bin glücklich, ein Wollmatinger zu sein“, schloss er seine Rede in Kennedy-Manier ab.

Eher um die Gegenwart und die junge Vereinsgeschichte ging es im Gespräch von Fußball-Profi David Fall mit dem Leiter der SÜDKURIER-Sportredaktion, Ralf Mittmann. Der Spieler des FC Schaffhausen (zweite Schweizer Liga) erzählte, wie er als Erstklässler zum ersten Mal zum Fußballtraining in Wollmatingen kam. Der heute 31-Jährige durchlief alle Wollmatinger Jugendmannschaften und spielte danach unter anderem beim FC Pfullendorf, Waldhof Mannheim und Rot-Weiß Erfurt. „Der Spaß am Fußballspielen ist das wichtigste“, gab der Außenverteidiger den jungen Spielern mit auf dem Weg.

Quelle: SÜDKURIER, 27. April 2009

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