Mieten: Preise sinken kaum

Wer in Konstanz eine Wohnung mietet, muss mit hohen Kosten rechnen. Im bundesweiten Vergleich liegt die Stadt auf dem neunten Rang – vor einigen Großstädten. Besserung ist kaum in Sicht, die Lage auf dem Wohnungsmarkt bleibt aus Sicht von Fachleuten trotz großer Bauprojekte, wie am Bahnhof Petershausen, angespannt. So ziehen viele Familien ins Umland oder in die günstige Schweiz.

Baukräne prägen seit Monaten das Stadtbild, doch der Bedarf an Wohnungen ist ungebrochen groß. „Eine grundsätzliche Entspannung wird es in Konstanz nie geben“, sagt Thomas Daiger, Vorstand von Haus und Grund. Sein einziger Trost: Die Immobilienpreise stagnieren zumindest. Die allgemeinen Lebenshaltungskosten seien dagegen stark gestiegen. „Was fehlt, sind einerseits bezahlbare Wohnungen für Einkommensschwache. Außerdem fehlen Wohnungen in guter Lage.“ Einzige Möglichkeit, etwas für den Wohnungsmarkt zu tun, sei weiterer Baugrund. Darin ist er sich mit Herbert Weber vom Mieterverein Bodensee einig. Er fordert die Erschließung der großen Reservefläche am Hafner in Wollmatingen. Denn es fehle an Mietwohnungen, sagt Weber. „Jede neue Wohnung, die in Konstanz gebaut wird, trägt dazu bei, dass die Mietpreise nicht steigen.“ Denn Konstanz werde weiter wachsen.

Der Markt an sich profitiert eher von der Krise, da Immobilien als sichere Anlage gelten. So ist etwa die Nachfrage nach den hochwertigen Wohnungen auf dem Herosé-Areal riesig. Die ersten drei Abschnitte seien komplett verkauft, beim vierten laufe es gut, freut sich Bruno Ruess, Geschäftsführer der städtischen Wohnungsbau-Gesellschaft Wobak. Sein Unternehmen wird am Bahnhof Petershausen selbst 109 Mietwohnungen bauen. Im Herbst 2011 sollen sie bereitstehen. Doch den nächsten Nachfrage-Schub sieht er mit dem durch G 8 doppelten Abitur-Jahrgang im Jahr 2012 auf die Universitätsstadt zukommen.

Gefragt sind aus Sicht der Fachleute Wohnlagen mit guter Anbindung an den Öffentlichen Nahverkehr. Wie wichtig dies sei, zeige die sehr unterschiedliche Nachfrage im gut angeschlossenen Allensbach und der schlechter erreichbaren Insel Reichenau, erläutert Thomas Daiger.

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