Klagen über Sportplatz-Not

Bürgergespräch der Bürgergemeinschaft Fürstenberg-Wollmatingen

Die Weichen für den Erhalt des Sportgeländes am Fürstenberg sind gestellt. Der Technische und der Sportausschuss sprachen sich mehrheitlich für den Verbleib des FC Wollmatingen aus. In einem Podiumsgespräch wurde diese Lösung ebenfalls begrüßt, nachdem die Verlegung ins Schwaketental gescheitert ist. Die Sportplatz-Not in der Stadt bleibt dennoch Thema.

Für den Vorstand des FC Wollmatingen ist die Situation eindeutig. Der zweite Vorsitzende Bernd Reister berichtete beim sehr gut besuchten Bürgergespräch im Vereinsheim von den Engpässen bei alleine 19 Jugendmannschaften. „Derzeit trainieren drei Mannschaften gleichzeitig auf dem Platz.“ Der Verein setze daher auf einen Kunstrasenplatz mit Flutlicht am Fürstenberg. Heinz Krahnen vom Stadtsportverband (SSV), früher selbst FC-Vorsitzender, sprach von einer Entspannung bei den Sportplätzen, doch es gebe nach wie vor Engpässe. Den vom FC gewünschten Kunstrasen-Platz am Fürstenberg begrüßte er, schließlich warte der Verein seit 2000 auf eine Lösung. Anwohner beklagten sich zwar über den Lärm, doch der FC versprach Abhilfe (siehe Artikel unten).

Langfristig setzt die Stadt auf ein Gelände am Berenrain zwischen Wollmatingen und Litzelstetten. Denn es sei die einzige Reserve-Sportfläche und zudem werde Wollmatingen weiter wachsen, sagte Georg Geiger, Leiter des Sportamtes, „wir werden die Flächen am Berenrain niemals aufgeben“. Es bereite dem Sportamt nach wie vor Probleme, alle Mannschaften unterzubringen. Allerdings setzt er ebenfalls auf einen Kunstrasenplatz am Fürstenberg, um für etwas Entlastung zu sorgen.

Die Ausgangslage ist klar: Der Fürstenbergsportplatz wurde zwar aufwändig saniert, doch bis heute leidet der Rasen an Nässe. Die Drainage funktioniere nach wie vor nicht, berichtete Heinz Krahnen. So bleibe die eigens eingebaute 6000 Liter fassende Zisterne leer: „Das Wasser läuft dort schlichtweg nicht rein.“ Die Stadt hatte gehofft, den Sportplatz ins Schwaketental verlegen zu können. Bürgermeister Kurt Werner warb um Verständnis, angesichts der Umweltgutachten sei dies nach Absprache mit dem Regierungspräsidium und dem Landratsamt doch nicht möglich.

Georg Geiger bezifferte die Kosten für einen Kunstrasenplatz mit Beleuchtung auf 800 000 bis eine Million Euro. Eine komplett neue Anlage am Fürstenberg mit natürlichem Rasen komme dagegen auf 400 000 bis 500 000 Euro. Das Sportamt setze dennoch auf den teuren Kunstrasen: „Er ist fast immer belegbar.“

Der FC Wollmatingen muss zudem die Sanitäranlagen und die Umkleiden dringend erweitern. „Wir platzen aus den Nähten“, sagte Bernd Reister. Der Verein sei bei diesem Vorhaben selbst Bauträger und müsse 40 Prozent der Kosten für die Vereinsheim-Erweiterung übernehmen, berichtete Kurt Werner. Bei einer Verlegung ins Schwaketental wäre dies aber nicht anders gewesen.

Der Technische und der Sportausschuss beschlossen in ihrer gemeinsamen Sitzung am Donnerstagabend, die Möglichkeiten für die Umgestaltung des Geländes zu prüfen und die Kosten für einen Kunstrasenplatz am Fürstenberg zu ermitteln. Sie sollen in den Haushalt 2011/12 eingestellt werden. Kurt Werner hofft, dass ein Kunstrasenplatz 2011 gebaut werden kann.

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