Kultur-Auftakt mit Heinz Frickers Werken

Mit einem wenig bekannten Bodensee-Maler hat die Bürgergemeinschaft Fürstenberg-Wollmatingen ihren künftig regelmäßigen Treff ,,Kultur vor Ort“ gestartet. Heinz Frickers Werk war Thema in der Galerie Malzeit. Im Blickpunkt stand zudem Bildhauer Emil Stadelhofer.

Die Reihe wird bald fortgesetzt, wie Gerd Morian berichtet. Es gehe um „Kultur von Wollmatingern für Wollmatinger mitten in Wollmatingen“. Zwei junge Besucher des Musikvereins schlugen einen weiteren geschichtsträchtigen Abend vor: „Auf einem der Wollmatinger Hausberge Hafner, Tabor oder Fürstenberg, aber vielleicht auch witterungsgeschützt unter dem Dach des alten Rathauses in der Dorfmitte. Egal wo, Hauptsache wir können Wort-Bild-Tonkünstler kurzweilig zusammenführen“, so Morian. Wer mitmachen möchte, kann sich bei ihm melden (Telefon 07531/45 49 783).

Die Bürgergemeinschaft kämpft zwar meist gegen die Verkehrslawine in Wollmatingen. Doch es gehe auch darum, den Bürgern Augen und Ohren für das Schöne im Stadtteil zu öffnen. In den Dorffest-Broschüren konnten Interessierte in der Galerie gleich alle Daten nachschlagen. Den Abend untermalte Rainer Hess mit Musik. Helga und Gerd Morian erzählten vom bekannten Bildhauer Emil Stadelhofer (1872-1961). Dabei ging es auch um den nackten Sonnenjüngling im Rathaushof, „der ähnlich umstritten war wie der spärlich bekleidete Lenk-Ableger im Touristikbüro“, so Gerd Morian.

Galeristin Ingrid Flack und Künstler Karl-Heinz Joos stellten das Werk von Heinz Fricker (1925-2009) vor. Fast 800 seiner Bodensee-Bilder bildeten den Rahmen für den Kulturabend. Sie können dank Frickers Lebensgefährtin Hertha Müller gezeigt werden.

Der Konstanzer hatte die Fachschule in Ravensburg und die Meisterakademie in Reutlingen besucht. „Bereits als Kind lernte er von den Kunstmalern Julius und Sepp Hänselmeier, seinen Onkeln aus Augsburg, wie man in der freien Natur skizziert und seinen Blick für die Natur schärft“, so Karl-Heinz Joos. Täglich 1000 Striche seien sein Leitmotiv gewesen. Im Alter von 84 Jahren starb Heinz Fricker in seiner Heimatstadt.

Werbeanzeigen

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s

%d Bloggern gefällt das: