Wollmatinger ärgern sich über Baustellen

Baustelle in der Brandenburger Straße - laut Stadtverwaltung werden Kanäle und Wasserleitungen neu verlegt.

Die Wollmatinger fühlen sich wohl in ihrem stark gewachsenen Dorf. Das wurde insgesamt deutlich beim jüngsten Ortstermin der SÜDKURIER-Lokalredaktion. Ein Bürger wetterte zwar zunächst über den Verkehr, aber dennoch ist er zufrieden mit dem Leben im Stadtteil: „Ich wohne jetzt seit zehn Jahren in Wollmatingen und mir gefällt es sehr gut.“ Es gebe alles, was man zum Leben braucht. Und ein jüngst Zugezogener meinte: „Ich fühle mich in Konstanz und Wollmatingen sauwohl.“

Dennoch wurde mehrfach Kritik geäußert, Hauptthema war dabei die Verkehrsbelastung. „Wollmatingen wird malträtiert“, schimpfte ein Mann.

Ein anderer Bürger beklagte die Situation in der Brandenburger Straße. Dort werde seit Wochen gebaut, den Schwerverkehr empfinde er als sehr belastend: „Ich habe gedacht, sie bauen da eine U-Bahn.“ Es sei nie ganz klar geworden, für was der große Aufwand betrieben wird. Walter Rügert, Sprecher der Stadt, brachte auf SÜDKURIER-Anfrage Licht ins Dunkel: Die Entsorgungsbetriebe (EBK) sind mit dem Kanalbau beschäftigt und die Stadtwerke legen eine neue Wasserleitung. Mitte September seien die Arbeiten erledigt.

Ein weiteres Nadelöhr scheint es im Mühlenweg zu geben. Dort sei der Verkehr enorm gewachsen, hieß es. Die Stadtverwaltung müsse eine Lösung in diesem Bereich finden. Ein anderer Gast beklagte, im Mühlenweg werde ebenfalls seit Monaten gearbeitet. Walter Rügert nannte als Hauptursache die Erschließung des Baugebiets Zergle.

Die bekannten Themen wurden nicht ausgespart: Dazu zählt der schlechte Zustand der Fürstenbergstraße, die marode ist. Die endlosen Staus in der Ortsdurchfahrt während des Berufsverkehrs waren ebenfalls ein Hauptkritikpunkt. Im Sommer seien selbst die Nächte manchmal unerträglich. Man müsse das Fenster wegen der Hitze offen lassen, aber der Autolärm ende erst gegen 1.30 Uhr und kurz nach 4 Uhr frühmorgens gehe es weiter. Die Stadtverwaltung ermittelt zurzeit, woher der Verkehr kommt. Es ist umstritten, wie viel davon hausgemacht ist und wie viel Durchgangsverkehr.

Mehrfach klangen Probleme wegen der Einmündung der Ried- in die Radolfzeller Straße an. Viele Autofahrer, die aus Richtung Allensbach in die Riedstraße fahren, blinken demnach nicht. Dies führe oft zu gefährlichen Situationen. Zudem werde die Geschwindigkeit nicht eingehalten. „Die Stadt muss in der Riedstraße öfters Geschwindigkeits-Kontrollen durchführen“, regte ein Bürger an. Im Zuge des Verkehrskonzepts, das die Verwaltung erarbeiten möchte, wird über Maßnahmen in diesem Bereich noch beraten.

Ein Gast forderte die Bürger dazu auf, öfters auf Rad und Bus umzusteigen. Außerdem solle jeder Wollmatinger nur dann das Auto benutzen, wenn erfahrungsgemäß weniger Verkehr herrsche. Insgesamt sei die Stau-Situation im Vergleich zu Großstädten ohnehin harmlos. Ein weiterer Vorschlag war, wie die Schweizer stärker auf Kreisverkehrs-Lösungen zu setzen.

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