Schulleiterin Ulrike Unger

Ulrike Unger - Schulleiterin Grundschule Wollmatingen

Ulrike Unger ist voller Tatendrang. Das Büro ist eingerichtet, sie hat sich in der Konstanzer Schullandschaft vorgestellt, auch die meisten Eltern kennen sie inzwischen. Die 55-Jährige ist neue Leiterin der Grundschule Wollmatingen.

Jetzt ist es offiziell. Doch Ulrike Unger führt die Schule schon seit sieben Schulwochen. „Das Schulamt hat mich zum Glück nach den Pfingstferien versetzt“, sagt Unger. „So konnte ich mich noch ein bisschen eindenken.“ Und das ist nötig: Die vergangenen zwölf Jahre hat die gebürtige Münchnerin die kleine Grundschule Mühlingen bei Stockach geleitet. „Da war ich Alleinunterhalterin“, sagt Ulrike Unger. „Ich habe bis zu 20 Stunden unterrichtet und die ganze Verwaltung allein gemacht. Dafür kannte ich dort jeden im Rathaus.“ Jetzt hat sie viel mehr Schüler und Kollegen und wechselt vom Dorf in eine Stadt mit Einrichtungen wie dem Schulausschuss. Aber an eines wird Ulrike Unger sich gern gewöhnen: „Jetzt habe ich eine Konrektorin und eine Sekretärin. Es ist so toll, wenn noch zwei mitdenken“, schwärmt die Schulleiterin. Sie hat diese Stelle von Mona Schilkowski übernommen, die sich nach Amerika beworben hatte. Ziemlich überraschend musste Konrektorin Uta König die Schulleitung übergangsweise übernehmen. „Frau König hat mir die Schule in sehr geordnetem Zustand übergeben“, lobt Ulrike Unger.

Ihr Ziel ist erst einmal eine Standortbestimmung. „Wo stehen wir, wo wollen wir hin? Das möchte ich mit meinem Kollegium erarbeiten, nachdem es letztes Jahr ein bisschen in der Luft hing“, sagt Ulrike Unger in Anspielung auf die lange unbesetzte Rektorenstelle. Ideen hat sie: Ihrer alte Schule war Versuchsschule für Evaluation und an einem Multimediaprojekt beteiligt. Ein anderes Motto für die Zukunft soll lauten: Wir räumen auf. „Wir haben eine unglaublich schöne Schule, aber es stehen Renovierungen an und wir leiden unter Raumnot“, sagt die 55-Jährige. In einer von ihr geleiteten Schule sollen sich alle wohlfühlen. „Auch ein Kind mit Hauptschulempfehlung soll hier erhobenen Hauptes rausgehen“, sagt Unger. „Noten sind nicht so wichtig wie Menschen. Wir wollen nicht nur Lesen, Schreiben und Rechnen vermitteln, sondern auch soziale Grundkompetenzen.“

Viel Zeit für Freizeit bleibt da nicht. Trotzdem engagiert Ulrike Unger sich an ihrem Wohnort Überlingen für die Freien Wähler, segelt und fährt Ski. Auch ihren Mann und ihre drei erwachsenen Kinder sieht sie als Hobby an. Von München ist die 55-Jährige durch ihren heutigen Mann an den Bodensee gekommen. „Er ist Überlinger. Einen Seehasen zieht es eben in die Heimat zurück“, sagt Ulrike Unger und lacht. Deshalb lebt sie nun seit 30 Jahren hier. Die Großstadt vermisst sie nicht mehr. Auch die tägliche Entfernung zur Schule macht ihr nichts aus. „Ich genieße die Fahrt über den Bodanrück“, sagt sie.

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