Skate-Anlage am Urisberg unbedenklich

Seit Jahren wird über eine Skate-Anlage für Jugendliche am Urisberg in Wollmatingen diskutiert. Sie soll neben dem Kindergarten und dem Spielplatz angelegt werden.

Waldtraud S. will ihre Ruhe

Waltraud S. befürchtet eine starke Lärmbelästigung durch die Skate-Anlage für Jugendliche am Urisberg. Der Platz ist bereits gerodet.

Mehrfach stand sie kurz vor dem Bau, doch aus finanziellen Gründen wurde sie von Jahr zu Jahr im städtischen Haushalt geschoben. Jugendliche und einige Eltern haben in den vergangenen Jahren um die Skate-Anlage gekämpft. Schließlich gebe es für die Jugend wenige Angebote in Wollmatingen. Ursprünglich sollte ein Skate-Park auf Klein Venedig angelegt werden, doch aus den Plänen wurde nichts. Danach war eine Fläche im Oberlohn im Gespräch, doch auch dort wurde das Vorhaben nicht umgesetzt.

Was die Anwohner sagen: Während Jugendvertreter und einige Stadträte immer den Eindruck erweckten, als sei die Skate-Anlage unumstritten, stellt sich dies nun anders dar. Jetzt schon seien Jugendliche bis spät in der Nacht auf dem Spielplatz und machten Lärm, klagt eine Anwohnerin. Man leide zudem durch die nahen Glas-Container, die Bolzplätze und die große Sportanlage. „Die Leute, die die Skate-Anlage wollen, wohnen da gar nicht.“ Waltraud S. sieht sogar eine Zwei-Klassen-Politik der Stadt in diesem Fall: Zum neuen Wohngebiet Urisberg hin sei sofort ein Lärmschutzwall neben dem Bolzplatz angelegt worden.

Was die Anwohner fordern: Generell versteht Waltraud S., dass etwas für die Jugend gemacht wird. Wollmatingen sei enorm gewachsen, „die Jugendlichen haben ja kaum Möglichkeiten.“ Sie plädiert aber für einen guten Lärmschutz. Vom Spielplatz höre man schon jetzt extrem viel Lärm, wenn sich nachts dort Leute aufhalten. Sie rechnet mit großem Ärger, sobald die Anlage steht.

Wie es weitergeht: Die Stadt habe die Baugenehmigung bereits erteilt, berichtete Sprecher Walter Rügert auf SÜDKURIER-Anfrage. Bäume und Büsche wurden auf der Fläche am Urisberg gerodet. Im Verfahren sei das Lärmproblem behandelt worden. Die Anlage sei unbedenklich, da sie weit genug weg sei von der Wohnbebauung. Ende des Jahres soll sie stehen.

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