Gerd Morian sucht wieder Zeugnisse zur Wollmatinger Geschichte

Mit Skifahrern: Der erste Taborturm, der 1947 abbrannte (Bild: Archiv Bandel)

Erinnerungen und Bilder gesucht: vom letzten Wollmatinger Taborturm, aber auch vom ersten Wollmatinger Dorffest. Gerd Morian arbeitet an der Broschüre für das 30. Wollmatinger Dorffest vom 2. bis zum 4. September 2011. Heimatgeschichtliche Fakten möchte er mit Anekdoten und persönlichen Erlebnissen der Wollmatinger und Konstanzer aufmischen. Er freut sich über Berichte, historische Fotos und Hintergrundinformationen.

Der Hobby-Heimatforscher will erstmals zusammenfassend darstellen, warum so viele Wollmatinger und Konstanzer feuchte Augen bekommen, wenn die Rede auf den Taborturm kommt. Er stieß auf eine Geschichte, die im 19. Jahrhundert mit einem heimatverliebten schwärmerischen Dorfpfarrer begann und vor zehn Jahren mit einer umstrittenen Abriss-Entscheidung der Stadträte endete. Dazwischen engagierten sich die Firma Herosé, der Verschönerungsverein Konstanz, die Pfarrei St. Martin, eine FWG-Bürgerinitiative und zahlreiche Sponsoren für diverse Aussichtstürme.

Gerd Morian zählt 2011 sich jährende Fakten auf: vor 180 Jahren taufte Pfarrer Mietinger den Homberg in Tabor um, weil er ihn an die fantastische Aussicht vom Berg der Verklärung in Israel erinnerte. Die Wollmatinger erstellten ein erstes Kreuz, die Firma Herosé ein Schaugerüst. Der Verschönerungsverein Konstanz und Ludwig Leiner sammelten für einen stabilen Turm, der vor 130 Jahren, also 1881, eröffnet wurde. Hundert Jahre später, 1981, erstellte die FWG-Taborinitiative mit der Stadt zusammen eine 29 Meter hohe Holzkonstruktion mit Aussichtsplattform als Ersatz für den 1947 abgebrannten Turm.

Weil die Fachleute das biologische Umfeld unterschätzt hatten, musste der morsch gewordene Blickfang hoch über Wollmatingen schon nach 20 Jahren geschlossen und aus Sicherheitsgründen abgerissen werden. Nachdem in den 90er Jahren auch den Gläubigen der Prozessionsweg auf den 472 Meter hohen Berg zu beschwerlich wurde, ist der Tabor nur noch ein Anziehungspunkt für Mountainbiker.

Der Autor hofft nach eigenem Bekunden, dass viele Bürger ihre Erinnerungen mit einbringen und den heimatkundlichen Beitrag zum Dorffest auf eine breite Basis stellen, wie bei den bereits erschienenen Broschüren über die ,,Wollmatinger Köpfe“: den Bürgermeister und 1848er Vorstadt-Revoluzzer Thomas Sättele, den Bildhauer Emil Stadelhofer sowie die beiden Sozialreformer des frühen 20. Jahrhunderts, die als Don Camillo und Peppone von Wollmatingen galten: Bürgermeister Kenner und Dekan Bauer. Letzterer führte die prachtvolle Sicht vom Tabor in die Heimatliteratur ein.

Wer hat Fotos oder kennt Anekdoten vom ersten Dorffest oder vom Tabor?

Gerd Morian freut sich auf Anrufe, Telefon/Fax 45 497 83,
Litzelstetter Straße 31, 78467 Konstanz,
helgamorian@t-online.de

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