Verkehr B33 Bundesstraße 33: Im Westen viel Neues

Regierungspräsident Julian Würtenberger hat überraschend einen konkreten Zeitplan für den weiteren vierspurigen Ausbau der Bundesstraße 33 im Kreis Konstanz vorgelegt. Damit erhält die größte Straßenbau-Maßnahme der Region klare Konturen. Landes- und Kommunalpolitiker zeigten sich zufrieden mit den Plänen. Damit ist der Bund am Zug, der das 140-Millionen-Euro-Projekt bisher nur in kleinen Teilen finanziert hat. Die Fertigstellung des noch fehlenden, rund elf Kilometer langen Teilstücks dürfte sich mindestens bis in das Jahr 2020 ziehen.

Hier wird schon gebaut:
Derzeit gearbeitet wird zwischen der weitgehend fertiggestellten Einmündung der Westtangente und der Kindlebildkreuzung (Abschnitt F1, siehe Bilder oben). Gesichert ist laut Würtenberger auch die Finanzierung der Kreuzung selbst sowie der zweiten Brücke über die Bahn (Abschnitt F2). Bis 2013 sei die B 33 in diesem Bereich durchgehend vierspurig und die Abfahrt zur Reichenau und nach Reichenau-Lindenbühl kreuzungsfrei ausgebaut.

Hier wird zuerst geplant:
In Arbeit ist die Detailplanung für den Bereich vom bisherigen Schnellstraßen-Ende bis vor die Abfahrt Allensbach-Mitte (Abschnitte A und B). Bis 2012 soll alles so vorbereitet sein, dass Geld vom Bund umgehend verbaut werden kann. Die dann vierspurige Straße soll überdies dazu dienen, den Baustellenverkehr bei der Errichtung der drei Tunnels auf dem mittleren Abschnitt aufzunehmen.

Hier geht es mittelfristig weiter:
Rund um Allensbach (Abschnitte C1 und C2) laufen die Baugrunduntersuchungen bereits, wie Würtenberger und seine Straßenbau-Fachleute aus dem Regierungspräsidium weiter erklärten. Der offen geführte Teil soll noch 2011, der untertunnelte bis 2014 ausschreibungsreif sein, damit Bundesgeld sofort verbaut werden kann.

Hier dauert es am längsten:
Auf lange Frist der Engpass dürfte der Bereich unterhalb von Hegne und nahe der Reichenauer Waldsiedlung (Abschnitte D und E) bleiben. Dort, wo die teuren, für den Lärmschutz aber besonders wichtigen Tunnels errichtet werden sollen, will das Regierungspräsidium zuletzt planen. Die Bürgermeister von Allensbach und Reichenau, Helmut Kennerknecht und Wolfgang Zoll, zeigten sich dennoch zufrieden mit dem Zeitplan. „Das ist mehr als erfreulich“, sagte Kennerknecht. Er werde weiter für eine schnelle Entlastung der über 2000 betroffenen Anwohner kämpfen.

Wie es an der Stau-Kreuzung weitergeht:
Bewegung gibt es auch beim größten Nadelöhr an der Strecke, der Ampelkreuzung nahe der Waldsiedlung. Wenn die Westtangente von der Bundesstraße 33 nach Konstanz-Wollmatingen im Jahr 2012 fertiggestellt ist, könne man hier über eine einfache Lösung nachdenken, sagte Dieter Bollinger, der seit Jahresbeginn amtierende Chef der Neubauleitung Singen des Regierungspräsidiums. Eine Arbeitsgruppe, der auch Bauleiter Heinz Jenne angehören wird, soll dazu überlegen, ob die Kurve entschärft und die Ampel umprogrammiert werden kann.

Warum jetzt Berlin am Zug ist:
Nur bei den Abschnitten F1 und F2 steht bisher Geld vom Bund für die eigentlichen Bauarbeiten bereit. Julian Würtenberger und Landrat Frank Hämmerle äußerten die Hoffnung, dass Stockungen auf anderen Baustellen in der Republik oder im Südwesten einen unerwarteten Geldsegen im Kreis Konstanz bringen. Dafür, so Hämmerle, sei es aber nötig, dass fixfertige Pläne in der Schublade liegen. Genauso war es bei der Kindlebildkreuzung gelaufen – weil, wie der Landtagsabgeordnete Andreas Hoffmann (CDU) erneut betonte, das Land das Geld für die Planung vorgestreckt hat.

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