Aus Tweer-Hotel wird Seniorenzentrum

Aus dem ehemaligen Hotel in der Fürstenbergstraße wird ein neues Wohn- und Begegnungszentrum für Senioren. Der Unternehmer Thomas Tweer nimmt 1,8 Millionen Euro für den Umbau in die Hand.

Als Spezialisten für die Pflege und die Seniorenbetreuung hat er die Malteser ins Boot geholt. Der Vertrag wurde zunächst für zehn Jahre geschlossen. Die Malteser wollen nun auch Teile ihrer Dienste von der Zentrale in der Friedrichstraße in angemietete Räume des ehemaligen Hotels verlagern. „Das verschafft uns Luft in der Friedrichstraße“, sagt Jürgen Raupp, Geschäftsführer der Malteser. Das neue Haus für Senioren am Fürstenberg soll zur Anlaufstelle für alle älteren Menschen im Quartier werden. Sie können einen offenen Mittagstisch besuchen, aber auch offene Kurse wie Sitzgymnastik und Kulturveranstaltungen. Die Malteser hoffen mit dem neuen Angebot ältere Menschen aus der Einsamkeit herausholen zu können.

Das frühere Hotel wird nach allen Seiten hin erweitert. Der anvisierte Baustart ist Ende Februar oder Anfang März. Bis Ende Juni ist die Eröffnung der neuen Wohnanlage geplant. Auf 2800 Quadratmetern Wohnfläche sollen 28 Zweizimmer-Wohnungen und zwei 1,5-Zimmer-Wohnungen mit 28 bis 70 Quadratmetern entstehen. Zur Ausstattung jeder Wohnung gehören eine Küche, ein seniorengerechtes Bad und Anschlüsse für Telefon, Fernsehen sowie Internet. Manche Wohnungen haben Balkon, Loggia oder Terrasse.

Zum Haus gehören eine Bibliothek mit Kaminzimmer, Gemeinschaftsräume, Garten und Tiefgarage. Interessenten können eine Wohnung mieten oder auch kaufen, allerdings mit Beschränkungen. „Die Nutzer müssen im Rentenalter sein“, stellt Thomas Tweer klar. Verstirbt ein Bewohner, dann wolle die FVT Immobilien & Finanzholding GmbH den Rückkauf zum Marktpreis anbieten. Thomas Tweer ist deren geschäftsführender Gesellschafter.

Im Dachgeschoss des Seniorenzentrums entsteht eine Wohngemeinschaft für Pflegebedürftige mit elf Zimmern, Gemeinschaftsraum und Küche. Fachleute garantieren die Pflege in allen Schwerestufen. „Es ist eine Alternative zum Heim“, sagt Raupp.

Mit der Neukonzeption zieht sich Thomas Tweer komplett aus dem Hotelgeschäft zurück. Schon im Jahr 2009 hatte er das Hotel Schönblick in Staad verkauft, zum Jahreswechsel gab er das Hotel am Fürstenberg auf, das er im Jahr 2006 von seinen Eltern übernommen hatte. Thomas Tweer betont auf Nachfragen, der Betrieb sei nicht in Insolvenz gegangen. Er habe sich vielmehr schon lange mit dem Gedanken getragen, etwas Neues am Standort aufzubauen. Fast alle früheren Mitarbeiter hätten neue Arbeitsstellen gefunden, die Auszubildenden hätten im Haus ihre Lehre beenden können oder wurden in andere Betriebe übernommen. Mit der Aufgabe des Hotels endet eine Familientradition: Über drei Generationen hatte Tweers Familie am Fürstenberg Gastronomie und Übernachtungen angeboten. Die Großeltern betrieben dort ein Ausflugslokal, zu dem ein Übernachtungsbetrieb hinzukam. Das Hotel Tweer Goldener Adler hatten die Eltern 35 Jahre lang geführt, über lange Zeit als Viersterne-Betrieb. Der Neubau aus den 90er Jahren wird nun zum neuen Seniorenzentrum umgebaut.

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